Im ursprünglichen biblischen Mythos ist von Sünde nicht die Rede. Sexualität wird positiv gesehen. Nachdem die Menschen die Frucht vom Baum der Erkenntnis genossen haben, erkennen sie, wie zweckmäßig ihre Körper sind.
In die biblische Erzählung fließen noch Vorstellungen aus alter, aus matriarchalischer Zeit ein: Die Frau ist dominierend, sie ist klug, aktiv, neugierig. Welcher Art und Rasse gehörte, botanisch gesprochen, der Baum der Erkenntnis an? Die Bibel sagt es nicht, traditionell nimmt man Apfel oder Granatapfel an. Eine sehr tiefsinnige Deutung findet sich in der Kapelle von Plaincourault, (siehe "Sündenfall"), die hier Vorbild ist.
Die
Oberflächen, die ich mir für meine Bilder präpariere, ähneln
Landschaften, wie man sie von Fotos aus dem Weltraum kennt: chaotische
natürliche Linien, abgeplattete Höhen, sei es durch Regen und Wind, sei
es durch Ackerbau. Aus einer imaginären Landschaft wird die Struktur
"herausgelesen": irreale Zweige, Strünke, Seen, Blüten, Fäden - dem
Chaos gegenüber.
In der imaginären Landschaft stehen
Figuren, die im
Wesentlichen aus Kreis, Bogen und Spitze bestehen. Steinzeitliche
Figuren, Höhlenmalerei, indische Plastiken und Formen des europäischen
Mittelalters wurden in Richtung auf Piktogramme vereinfacht. Sie sind
aus der Fläche herausgeschabt, geschnitten, gefräst.
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Das Paradies
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